Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Stunde

Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Stunde

Das liegt im Ermessen jedes einzelnen Sicherheitsdienstes und ist aus vielfältigen Gründen nicht einfach zu beantworten. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft und auch in unserem Gewerbe findet das „Angebot und Nachfrage Prinzip“ Anwendung. Im Folgenden möchte ich versuchen, Ihnen die Faktoren der Angebotszusammensetzung und die Unterschiede der Preisgestaltung „unverbindlich“ an die Hand zu geben. Unverbindlich, weil bei der Angebotsgestaltung die Firmenpolitik und die Größe des Sicherheitsunternehmens eine Rolle spielen können, es gibt zudem auch Firmen, die keine kurzfristigen Aufträge annehmen. Anhand von Fallbeispielen markiert mit Firma a-e versuche ich, Ihnen die Preisfindung näher zu bringen: Ausgegangen wird von einer uniformierten Sicherheitskraft.

Fallbeispiel 1: Wenn Sie bei einem gut strukturierten Sicherheitsdienst mit Anlaufzeit von 30 Tagen zwanzig Securitymitarbeiter für ein Event an einem Wochenende für 8 Stunden pro Tag buchen, können Sie damit rechnen, dass sie einen Mengenrabatt erhalten.

Begründung: Es steht genügend Anlaufzeit zur Verfügung, die Mitarbeiter sind vorhanden und können für das Event eingeteilt werden. 

Fallbeispiel 2: Wenn das Sicherheitsunternehmen zwei Securitymitarbeiter als Sicherheitsdienst auf Abruf bereithält, für das kommende Wochenende aber gleichzeitig und kurzfristig drei Anfragen eingehen, wird mit Sicherheit der großzügigste Auftraggeber, sofern es sich nicht um einen Stammkunden handelt, die Dienstleistung des Sicherheitsdienstes in Anspruch nehmen können.

Begründung: Auch das Sicherheitsunternehmen ist ein profitorientiertes Unternehmen.

Fallbeispiel 3: In den meisten Fällen wird die Dienstleistung Kaufhaus- oder Ladendetektiv Wochen im Voraus gebucht. Für die Leistungen eines guten Laden- oder Kaufhausdetektivs sollten Sie mit mindestens 24,00 Euro pro Stunde rechnen.  

Begründung: Sie müssen damit rechnen, dass diese Dienstleistung nur von absoluten Profis mit einem gewissen Feingefühl und Jagdinstinkt durchgeführt werden kann. 

Fallbeispiel 4: Firma X möchte für eine Veranstaltung an einem Samstagabend in 4 Wochen in der Nähe ihres Firmensitzes zwei Sicherheitsmitarbeiter für 3 Stunden buchen, idealerweise hat der Kunde mitgedacht und einige Wochen vorher um ein Angebot gebeten. 

Das Sicherheitspersonal, das seinen Dienst dort verrichten soll, wohnt in der unmittelbareren Nähe, ist am besagten Tag verfügbar und würde gerne den Dienst direkt in seiner Nachbarschaft tätigen.

Firma X erhält ein Angebot von 26,00 Euro netto pro Stunde zzgl. Nachtzuschlag und 19% MwSt.

Begründung: Das Securitypersonal wohnt in unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsort, beide Mitarbeiter sind verfügbar.

Fallbeispiel 5: Sie möchten Security für 2 Stunden unter der Woche an einem Nachmittag buchen. Sie haben 4 Firmen kontaktiert und von jedem ein anderes Angebot erhalten. Ihr erster Gedanke als Kunde ist wahrscheinlich „warum sind die Angebote so unterschiedlich“, richtig?

Firma a: Erstellt ein Angebot von 60,00 Euro netto pro Stunde zzgl.19% MwSt.

Begründung: Das Angebot klingt teuer, jedoch lohnt sich der Aufwand aus Sicht des Unternehmers nicht, da die Einsatzdauer von 2 Stunden zu kurz ist. Zu diesem Aufwand gehören die An- und Abfahrt zum Einsatzort, Benzinkosten und Verwaltungsgebühren. 

Firma b: Reicht ein Angebot von 20,00 Euro pro Stunde zzgl.19 % MwSt. ein

Begründung: Solche überaus günstigen Angebote können häufig nur deshalb abgegeben werden, weil dieser Sicherheitsdienst einen Teil seiner kompletten Belegschaft nicht anmeldet, quasi schwarzarbeiten lässt und Kapazitäten frei hat. 10,00 Euro pro Stunde erhält der Sicherheitsmitarbeiter, die restlichen 10,00 Euro behält der Unternehmer für sich. Leider gibt es auch in unserer Sparte “schwarze Schafe“ wie sie überall in jeder Branche anzutreffen sind.

Firma c: Gibt ein Angebot von 50,00 Euro netto pro Stunde zzgl. 19% MwSt. ab.

Begründung: Es fallen Verwaltungsgebühren an, das Sicherheitsunternehmen ist ein aufstrebendes Unternehmen, hat Mitarbeiterkapazitäten frei und nimmt auch Aufträge von kurzer Dauer an.

Firma d: Nimmt solche kurzfristige Anfragen von kurzer Auftragsdauer generell nicht an. 

Begründung: Sie sind an Geschäftsbeziehungen mit längerer Auftragsdauer interessiert.

So in etwa könnte sich die Angebotsgestaltung in der Praxis darstellen, diese Gegebenheiten sollte der Kunde zur Kenntnis nehmen. Abschließend möchte ich auf unseren Beitrag: Sicherheitsdienst Kosten pro Monat“ und Was kostet ein Sicherheitsdienst“ verweisen.

 

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